Vom ersten Entwurf zum eigenen Bett
Seit über 130 Jahren werden in Pabneukirchen im Mühlviertel Möbel gebaut, die halten. Was viele nicht wissen: Das gilt auch für die Menschen, die dieses Handwerk hier lernen. Bei ANREI ist eine Tischlerlehre keine Pflichtübung zwischen Schule und Berufsleben, sondern eine Tischlerausbildung, die von Grund auf Können vermittelt – und das ist keine Floskel, wie eine Geschichte aus unserer Lehrwerkstätte zeigt.

Unsere Idee: Ein eigenes Bett
Zwei unserer Lehrlinge, Sarah und David, kamen von sich aus zu ihrem Lehlingsausbilder mit einer Frage: Ob sie ihr eigenes Bett bauen dürften – ein echtes Möbelstück, das später tatsächlich bei ihnen zu Hause stehen sollte, nicht nur ein Übungsstück für die Werkstatt.
Die Antwort war ja. Und damit begann ein Projekt, das komplett in ihren eigenen Händen lag – von der ersten Skizze bis zum letzten Handgriff.
Von der Idee zum Entwurf
Bevor auch nur ein Stück Holz zugeschnitten wurde, stand die Planung: Wie soll das Bett aussehen, welche Maße braucht es, welche Holzart passt zum eigenen Schlafzimmer? Die Wahl fiel auf Eichenholz – modern und zeitlos zugleich, ein Werkstoff, der auch in vielen Jahren noch überzeugt.
Von der ersten Idee über die Planung bis zur fertigen Montage vergingen mehrere Monate: Zeit, die es braucht, wenn Entwurf, Kalkulation und Fertigung nicht nebenbei, sondern mit echtem Anspruch erledigt werden.
Auch die Kalkulation gehörte dazu – Materialbedarf, Zeitaufwand, Kosten. Genau die Dinge, die im Berufsalltag eines Tischlers oder einer Tischlerin genauso wichtig sind wie die Arbeit an der Werkbank selbst. Wer ein Möbelstück plant, muss nicht nur wissen, wie man es baut, sondern auch, was es kostet und wie lange man dafür braucht – ein Lernschritt, der in der Lehrwerkstätte genauso zählt wie das Hobeln und Sägen.


Handarbeit von A bis Z,
bewusst ohne CNC
Die klare Vorgabe für dieses Projekt: keine CNC-Maschine. Alles, was sonst per Knopfdruck gefräst werden könnte, wurde von Hand gearbeitet. Zinken, Verbindungen, Oberfläche – jeder einzelne Schritt lag in der Hand der beiden Lehrlinge selbst.
Perfekt lief dabei nicht alles – und das gehört dazu. An der Innenseite des Bettrahmens sind ein paar Bohrlöcher nicht ganz da gelandet, wo sie sollten. Sichtbar ist davon nichts, Lattenrost und Matratze liegen später ohnehin darüber. Aber genau solche kleinen Fehler sind es, aus denen man als Lehrling am meisten mitnimmt: Beim nächsten Möbelstück wird genauer angerissen, genauer gemessen, genauer gedacht, bevor gebohrt wird.
Das ist der Kern dessen, was eine Tischlerlehre bei ANREI ausmacht: Nicht nur zusehen und zuarbeiten, sondern selbst verstehen, warum eine Zinkenverbindung so und nicht anders gearbeitet wird, wie sich das Holz beim Hobeln verhält, wann eine Oberfläche wirklich fertig ist. Fehler passieren dabei – und genau daraus entsteht das Verständnis, das später den Unterschied zwischen Ausführen und wirklich Können macht.
Hilfe, wie mache ich das?
Unser Lehrlingsausbilder stand während des gesamten Projekts zur Seite – aber die Entscheidungen trafen die beiden Lehrlinge selbst. Genau dieses Verhältnis zwischen Begleitung und Eigenverantwortung ist es, was eine Lehrwerkstätte von reiner Ausbildung nach Vorschrift unterscheidet. Man lernt nicht, indem man Anweisungen befolgt, sondern indem man selbst Entscheidungen trifft – und notfalls auch selbst wieder korrigiert.


Das Ergebnis: Zwei echte Schmuckstücke fürs Schlafzimmer
Am Ende stand kein Übungsstück, das irgendwo in der Werkstatt verstaubt, sondern ein fertiges, gemütliches Bett – gebaut von den eigenen Händen, für das eigene Zuhause. Das Ergebnis steht heute in zwei echten Schlafzimmern, entworfen und gefertigt für sich selbst.
Genau solche Projekte zeigen, warum eine Lehre bei ANREI mehr ist als das Erlernen von Handgriffen: Es geht darum, Verantwortung für ein eigenes Werkstück zu übernehmen – von der ersten Skizze bis zum fertigen Möbelstück im eigenen Zuhause.
Sieh einfach selbst, was unsere Lehlinge zum Projekt zu sagen haben.
Am Ende stand kein Übungsstück, das irgendwo in der Werkstatt verstaubt, sondern ein fertiges, gemütliches Bett – gebaut von den eigenen Händen, für das eigene Zuhause. Das Ergebnis steht heute in zwei echten Schlafzimmern, entworfen und gefertigt für sich selbst.
Genau solche Projekte zeigen, warum eine Lehre bei ANREI mehr ist als das Erlernen von Handgriffen: Es geht darum, Verantwortung für ein eigenes Werkstück zu übernehmen – von der ersten Skizze bis zum fertigen Möbelstück im eigenen Zuhause.

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